Juli 2010
5. Juli 2010

 AKTUELL:
 

ZARTE PARASITEN Deutschland 2009, 87 Min.


Mit Robert Stadlober, Maja Schöne, Sylvester Groth u.a.



Ein Film von Christian Becker & Oliver Schwabe



Redaktion WDR: Lucia Keuter, Anke Krause


Produziert von Juliane Thevissen

(www.zarteparasiten.de)

KINOSTART: 09.09.2010


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NDR-Fernsehen 31. 7. 2010 um 23.00 Uhr

ICH, RINGO UND DAS TOR ZUR WELT (D 2010)

mit Matthias Brandt, Tom Schilling u.v.a.

Ein Fernsehspiel von        
Jan Bonny und Oliver Schwabe
 
ICH, RINGO UND DAS TOR ZUR WELT erzählt von der Arbeit Horst Königsteins als Filmemacher, Autor und Redakteur. Der Film beruht auf Interviews mit Horst Königstein. Einiges ist frei erfunden. Wahr ist, dass er eine ähnliche Nase wie Ringo Starr hat und sich schon immer mit ihm verglich.
Die Frage des Reporters nach der Ähnlichkeit setzt eine Rückschau in Gang.
Der Film gibt eine Übersicht unterschiedlichster Produktionen aus Redaktionen des NWDR, Radio Bremens, von NDR und WDR der letzten 40 Jahre und erzählt insofern mehr als eine persönliche Schaffensgeschichte. -  in ungewöhnlicher und unterhaltsamer Weise. Es entsteht eine Komposition von Zitaten des filmischen Werks ergänzt um Interviewebenen. Arbeiten mit Curt Bois, Annette Humpe, Dennis Hopper, Udo Lindenberg, Rod Stewart, Pete Townshend, Ringo Starr, Frank Zappa sind in Ausschnitten wieder zu sehen – aber auch Dokudramen als geschichtlichen Rückkopplungen und Untersuchungen „öffentlicher“ Personen wie zum Beispiel Inge Meysel, Veit Harlan, Birgit Breuel und die Manns im Kontext ihrer Wirkung und medialer Rückwirkung. Dabei  sind wiederkehrende Themen Starkult und Starexistenz. Was heißt es, was bedeutet es, prominent zu sein? Seine Suche nach dem Menschen hinter der Maske, das Interesse an der Eitelkeit aller Beteiligten.
Diese Sequenzen werden mit einer Gegenwartsebene – H. Königstein heute, gespielt von Matthias Brandt, und H. Königstein in den fabulierten 70-er Jahren, gespielt von Tom Schilling – montiert: Öffentliches Nachdenken über die Möglichkeiten und Grenzen des Mediums Fernsehen als allgegenwärtige, omnipotente Erinnerungsmaschine. Eine gesellschaftliche Kraft – mit der immer wieder überraschenden Chance zum Diskurs, zur Vergegenwärtigung. Horst Königstein schwärmte schon als Kind für die Zauberkiste, diesen Rummelplatz des Lebens, er steht im Bann dieses Mediums der Intimität und des „Blicks in die Welt“; Fernsehen reicht überall hin, auf der Stelle und sofort, und es überspringt im Idealfall die Millionen-Schranke. Er formuliert: „Das Programm ist Zumutung und Arbeit“.
Zu Wort kommen auch Wegbegleiter, Partner, Kritiker: Alfred Biolek, Wigald Boning, Heinrich Breloer, Martina Gedeck, Annette Humpe, Dietrich Kuhlbrodt, Udo Lindenberg und Ulrich Spies.
 Von 1968 bis 2010 verantwortete Horst Königstein in unterschiedlichen Funktionen eine Vielzahl von Sendungen, Filmen und Fernsehstücken. In den letzten Jahren hat Krankheit Horst Königstein das Arbeiten sehr erschwert. Leider war es ihm nicht möglich, unmittelbar an diesem Film mitzuwirken. Bis heute lebt er in Hamburg - Winterhude.
Es spielen: MATTHIAS BRANDT, TOM SCHILLING, Wotan Wilke Möhring, Guntram Brattia, Till Butterbach, Alice Flotron, Loni von Friedl, Torben Liebrecht, Olaf Rauschenbach, Nic Romm, Wolf Dietrich Sprenger, Max Timm, Gisela Trowe

Redaktion: Bernd-Michael Fincke (NDR) /   Barbara Buhl (WDR)

 

 

In Vorbereitung:

 

HAMBURG SOUNDTRACKS

Eine Hafenstadt und ihre Musik,

DoKu, NDR, 90min

 

„An jeder Ecke roch's nach Hafen und nach Rock'n Roll. Bei jedem Trödler gab's für 120 Mark die Originalgitarre von Cliff Richards, das war stark! “


„Reeperbahn“, Udo Lindenberg 1978



 

Hamburg: die Freie und Hansestadt Hamburg, das Tor zur Welt, Reeperbahn, St. Pauli und der Hafen. Und: eine der einflussreichsten deutschsprachigen Musikszenen Deutschlands. 
Mittlerweile schon seit fast 50 Jahren: Berühmtheit erhielt der Star-Club in der Großen Freiheit durch die Gastspiele der BEATLES, nur wenige Jahre später, 1968, findet UDO LINDENBERG seinen Weg aus Gronau in die Hansestadt und ist mittlerweile ihr Ehrenbürger. Mit „Andrea Doria“ setzt er dem legendären Hamburger Musikclub Onkel Pö ein musikalisches Denkmal.
Ende der 70er Jahre bildet sich eine neue Musikszene um Alfred Hilsberg und sein Plattenlabel ZickZack, Punkbands wie ABWÄRTS spielen auf dem wegweisenden Hamburger Festival „Geräusche für die 80er“ in der Hamburger Markthalle. 1984 gründen sich DIE GOLDENEN ZITRONEN in Hamburg als Funpunk-Band. Mittlerweile sind die Zitronen im Feuilleton angekommen. Ende der 80er Jahre bildet sich die Hamburger Schule, Bands wie CPT. KIRK und KOLOSSALE JUGEND spielen ihre ersten Platten ein, Bernd Begemann zieht nach Hamburg und gründete dort seine Band DIE ANTWORT. Zu den bekanntesten Vertretern der Hamburger Schule gehören BLUMFELD, DIE STERNE und TOCOTRONIC. Letztere beiden haben gerade neue Alben veröffentlicht. THE JEREMY DAYS aus Hamburg singen 1989 in englischer Sprache und werden mir ihrem Hit „Brand New Toy“ kurzzeitig sehr berühmt in Deutschland.
In den 90er Jahren entwickelt sich Hamburg dann zur HipHop Hauptstadt Deutschlands: EINSZWO, FETTES BROT, DYNAMITE DELUXE und die ABSOLUTE BEGINNERS, deren Sänger JAN DELAY mittlerweile neben UDO LINDENBERG das zweite, große musikalische Aushängeschild der Stadt bildet.
 


HAMBURG SOUNDTRACKS zeigt Ausschnitte aus Berichten, Filmen und Reportagen, gefunden in den Archiven des NDR Fernsehens, die den Hamburger-Sound und seine Akteure dokumentieren. 50 Jahre Stadtgeschichte wird sichtbar, die zusammen mit der in Hamburg entstandenen Musik nicht nur ein eindrucksvolles Portrait der Stadt ergeben, sondern in einem atemberaubenden, nicht chronologischen Mix von Bild und Musik den Geist der Stadt feiert. Es entsteht eine etwas andere musikalische Liebeserklärung an die schönste Stadt Deutschlands.
 
Ergänzt wird die Collage um Interviews mit Protagonisten aus den jeweiligen Szenen N.N.
 


„Du eitle Hanse. Alle wollen dich und du weißt das und du genießt das und dir gefällt das und du brauchst das, Du sexy Hamburg.“ 


Hamburg, Lassie Singers 1992



 

„Ich bin neu in der Hamburger Schule“


Nach Der Verlorenen Zeit, Tocotronic 1995



 

„An den Landungsbrücken raus, dieses Bild verdient Applaus “


Landungsbrücken raus, Kettcar 2003
 


 

„Dies hier is HH, Hamburg City das ist der Name
040, die rote Fahne, Tor zur Welt, keine Frage.“
Hamburg Anthem, Samy Deluxe 2009

 

 

 

In Vorbereitung: 

 

JERUSALEM CALLING


Videotagebuch 2010

Aufgezeichnet von Chriss K.


Herausgegeben von Oliver Schwabe




8000 km zu Fuß und ohne Geld von Köln nach Jerusalem.
 Der 26 jährige Chriss plant im März 2010 ohne Geld von Köln nach 
Jerusalem zu wandern. 
Chriss glaubt, dass er bisher in seinem Leben nicht allzu viel auf die 
„Kette gekriegt“ hat. Er wechselt vom Gymnasium auf die Realschule, dann zur Hauptschule, später besucht er eine Berufsfachschule für Wirtschaft. 
Den Abschluss, den er dort macht, hat er bis heute nicht mehr gebraucht. Chriss macht Musik, er schreibt Songs und Balladen, die auch davon erzählen, dass er die Trennung von seiner Freundin vor 2 Jahren noch nicht wirklich verkraftet hat.
Zur Zeit arbeitet Chriss im Getränkeshop seines Vermieters, um so die Miete abzuarbeiten – der Strom ist ihm bereits abgestellt worden.
 
Doch Chriss ist nicht kleinzukriegen - „Gib deinem Sinn ein Leben,“ lautet sein Motto und seit ca. einem Jahr schwirrt in seinem Kopf die fixe Idee, für eine längere Zeit zu pilgern. Und dies nicht, weil Chriss sich für gläubig hält, eher kickt es ihn, ein endlich ein Ziel zu haben. 
Zur Zeit beschäftigen ihn folgende Fragen:
Welche Route ist die Beste, welchen Weg soll er über die Alpen wählen? 
Soll er den Seeweg von Italien nach Griechenland nehmen oder dieses Stück doch laufen? Das würde seine Reise um einige Monate verlängern. Braucht er ein Zelt oder verlässt er sich auf gastfreundliche Menschen? Welche Schuhe?
Jacke? Poncho? Benzin oder Spirituskocher?… und und und…
 
Chriss geht das Projekt professionell an: ein Outdoor–Ausstatter sponsort ihn und ehemalige Pilger helfen ihm bei der Routenplanung. 
Die Wohnung ist gekündigt und am 03.03.2010 geht es los. 
 Er weiß weder wie lange die Reise dauern wird, ob er sie überhaupt durchhält oder was auf ihn zukommt. Sorgen macht ihm im Besonderen der Teil des Weges, der durch Syrien führt.
Chriss wird die ganze Reise mit einer kleinen Videokamera dokumentieren und davon berichten, wie frei man sich fühlt, wenn der Weg das Ziel ist.